
bezüglich der Frage, welches Insele zu welcher Kolonialmacht gehört.
So gesehen ist die Anreise schon sehr „international“: von Stuttgart (Württemberg) über Paris (Frankreich) nach Sint Maarten (Niederlande) und letztlich nach Anguilla (UK). Das letzte Stückle per Schiffle. Die Immigration am Hafen (also wirklich, „Häfele“) „Blowing Point“ ist so wie ganz früher: eine etwas bessere Holzbaracke. Man tut gut daran, die Einreisepapiere bereits (korrekt !) ausgefüllt parat zu haben. Noch wichtiger: Geduld. Wenn man nämlich Pech hat, ist ein Anguillano/eine Anguillana vor einem – und die haben immer ganz viel Gepäck. Wenn es der Immigration-Lady (es sind immer Ladies, nicht unter zweieinhalb Zentnern) gefällt, wird das Gepäck der Landsleute ordentlich gefilzt und die Rechnungen der auf Sint Maarten gekauften Waren penibel geprüft. Wenn es dann schon 4pm durch ist und Du weißt, dass Thrifty´s punkt 5pm den Laden dicht macht und Du nach der Kontrolle noch etwa 20 Minuten mit dem cab brauchst – nützte es trotz allem nix, etwas Tempo anzumahnen. Wie gesagt, die Immigration Ladies...
Bei Thrifty´s angekommen braucht man: logo, den eigenen Führerschein, noch mal ganz viel Geduld und zwanzig bucks extra. Man bekommt dafür eine temporary driver license, befristet auf drei Monate. Auch schön, gell? Das ist nicht etwa vergleichbar mit einem Dokument – das ist ein Stückle Karton, auf das ein Stempel gemacht wird. Könnte man auch selber machen; die zwanzig bucks sind so oder so fällig. Und da ein Touri ja eher selten innerhalb von drei Monaten zwei Mal einreist, ist das eine Art „Willkommenssteuer“. -
Es gibt schätzungsweise gut eintausend Inseln in der Karibik, ein paar kenne ich auch. Warum also Anguilla? Weil es ein bissle „ab vom Schuss“ ist, kein „Ballermann“ wie Sint Maarten und keine klassische Ferieninsel wie Martinique, St Barths, Antigua oder Guadeloupe. Wer also einfach abhängen will – here we are,
Alles Weitere zu Anguilla: http://en.wikipedia.org/wiki/Anguilla
Tja, und so wie es Religionen
Wie die "Religion" hier heißt, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Ist aber letztlich schnupps, denn das mit dem Pickup geht natürlich auch nicht. Ob der Rasta, der sich über die Motorhaube beugt, eine Art "Priester" ist, konnte ich leider auch nicht evaluieren. Als gelernter Ethnologe habe ich natürlich fleissig beobachtet - bin aber irgendwann eingeschlafen, weil mir die Struktur der Problemlösungsstrategie verborgen blieb. "Das geht nur mit nem Truck", dachte ich noch bevor ich wegschlummerte. So war das dann auch (wieviel Stunden später auch immer).
Strändle vor der Tür
... ein bissle Apocalypse Now ....
... aber die drei (gehören zum Haushalt) passen auf mich auf. Sandy (an der Palme) hat das Kommando.
Auch auf Anguilla geht ein Tag zu Ende....
Über so unterschiedliche Dinge wie Johnno´s (Jazz-Kneipe, Sandy Ground), die Shoal Bay (Beach? More!)und Frantz Fanon´s "Les Damnés de la Terre" gibt´s demnächst was zum Lesen.


1 Kommentar:
schön, dass Du wieder bloggst :-)
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